Material für Happy Painting!

Material für Happy Painting!

20. März 2019 Aus Von Andrea Gunkler

Weil du gar nicht so viel brauchst fürs Happy Painting!, ist es wirklich unkompliziert, damit anzufangen. Eigentlich genügte schon ein Blatt Papier, ein Schulfarbkasten samt Pinsel, ein Kugelschreiber, ein paar Buntstifte – und unbedingt ein weißer Fineliner! Schon damit könntest du happypainten.
Aber mit dem Malen ist es wie in vielen Bereichen des Lebens: an den grundlegenden Materialien und Werkzeugen solltest du nicht sparen. Ein Schraubenzieher, der abbricht, ist niemandem von Nutzen, und ein Schuh, der nach zweimal Tragen aus dem Leim geht, auch nicht.

Ein bisschen Qualität darf schon sein.
Deshalb liste ich dir hier auf, welche Materialien ich verwende und welche ich für super geeignet halte, auch dir das Vergnügen beim Malen zu bereiten, das du verdient hast:

  • Aquarellpapier mit 300g Papiergewicht – leichteres Papier geht auch, wellt sich aber möglicherweise zu stark, dickeres geht natürlich, nach oben sind der Lust keine Grenzen gesetzt. Achte aber unbedingt darauf, dass dein Papier für Aquarellmalerei geeignet ist. Du verwendest viel Wasser und Aquarellpapier ist speziell dafür verleimt und im Block idealerweise rundum verleimt, damit das Blatt sich glattrieben kann beim Trocknen. Wenn du mit Einzelblättern arbeitest, fixiere sie vor dem Befeuchten mit Malerkrepp auf einer festen Unterlage, um denselben Effekt zu erzielen.
  • Pinsel – Ob du Synthetikpinsel oder Naturhaare bevorzugt, ist Geschmackssache. Meiner Erfahrung nach verhalten sich Naturhaarpinsel (Fehhaar, Rotmarder etc.) flexibler, bilden auch die schönere Spitze aus für feine Arbeiten. Falls du vegan lebst, wirst du vielleicht lieber einen Synthetikpinsel wählen. Auch bei Pinseln ist die Preis- und Qualitätsspanne nach oben offen. Sei hier nicht zu geizig, probiere lieber ein paar Varianten aus. Bei guter Pflege hast du an einem qualitativ hochwertigen Pinsel eine lange, lange Zeit dein Vergnügen.
  • Farben – Die Bandbreite der angebotenen Aquarellfarben ist groß. Und die Darreichungsform ebenfalls. Es gibt sie fest in sogenannten 1/2- oder 1/1-Näpfchen, als Creme in Tuben oder flüssig in Fläschchen. Ich verwende Näpfchenfarben von den unterschiedlichsten Herstellern. Auch hier können die Unterschiede groß sein. Gute Erfahrungen habe ich gemacht mit den Farben von Talens Van Gogh, Schmincke, Lukas, Sonett, White Nights, Coleman etc. Achte beim Kauf darauf, dass es wirklich Aquarellfarben sind, damit du die gewünschten Verlaufseffekte erzielen kannst. Deckfarben wie in Schulwasserfarbkästen besitzen diese Dichte und feine Verteilung der Pigmente einfach nicht.
  • Fineliner – Achte hier darauf, wasserfeste bzw. dokumentenechte Stifte zu benutzen. Einfache Filz-Fineliner verlaufen womöglich, wenn du später noch mal mit Aquarellfarben übers Blatt gehst. Das kann einen hübschen Effekt ergeben, ist aber oft nicht erwünscht. In meinen Kursen verwende ich die Uniball Eye-Fineliner in verschiedenen Strichstärken (fine und micro) für schwarze Konturen. (Es gibt diesen Stift auch in blau, rot und grün.) Der beste weiße Fineliner, den ich fürs Happy Painting! kenne, ist der Uniball Signo UM 153. Die weiße Tinte in diesem Stift lagert sich auf dem Blatt ab und zieht kaum ein (anders als etwa Lackstifte oder andere Gelstifte). Auch geeignet sind Acrylmarker, die haben aber meist eine dickere Strichstärke. Ich persönlich arbeite auch furchtbar gern mit den Pentel-Gelstiften Slicci. Die gibt es in etlichen Farben und sie glänzen so schön, zum Beispiel auch in Gold, Silber und Kupfer.
  • Farbstifte – Du kannst gewöhnliche Buntstifte benutzen, wenn du möchtest. Einen satteren und leuchtenderen Farbauftrag bekommst du mit Farbstiften auf Ölkreidebasis, zum Beispiel Polychromos von Faber Castell. Ich persönlich liebe die weichen Coloursoft-Stifte der englischen Firma Derwent. Probier doch auch mal wasservermalbare Aquarellfarbstifte, Pastell- oder Ölkreiden – schon bist du mittendrin im Mixed-Media-Geschehen. Aber Achtung: In deinen Farbstiftauftrag solltest du nicht noch mal mit dem Fineliner hineinzeichnen. Die Fineliner arbeiten auf Wasserbasis, die Farbstifte auf Ölbasis. Das verstopft die Fineliner und sie arbeiten nicht mehr gut.
  • Bleistift, Spitzer, Radiergummi – Für die Vorzeichnung verwende einen weichen Bleistift, der sich leicht radieren lässt. Und nimm es hin: Bleistiftlinien sind immer Teil deines Bildes! Auch in den Spitzer solltest du ein bisschen investieren und einen kaufen, der speziell für Farbstifte geeignet ist, sonst brechen die Schätzchen leicht. Willst du wirklich einmal überschüssige Bleistiftlinien radieren, benutze am besten einen Knetgummi. Der produziert keine Rubbeln beim Radieren und löst das Graphit sogar durch Tupfen vom Papier. So bleibt dein schönes Aquarell garantiert unbeschädigt.

Noch Fragen zum Material? Nimm gern Kontakt auf und ich berate dich!