Liebe Angst,

ich kenne dich. Ich weiß, du wirst mich immer begleiten. Bei allem, was ich tue, ob ich schreibe, male, singe, tanze, rede, mit Menschen umgehe, Auto fahre, das Haus putze, immer bist du da. Du bist die Stimme in meinem Kopf, die mir sagt: mach das nicht, bleib daheim, das ist gefährlich, das macht man nicht, bleib lieber klein und unbedeutend und am besten unsichtbar.

Aber damit geht es mir nicht gut, liebe Angst. Ich fühle mich wohler, wenn ich schreiben, malen, singen, tanzen, mit Menschen umgehen darf, was sagen und Auto fahren. Haus putzen – okay. Geschenkt. Was ich sagen will: es macht mir wenig Spaß, dir jedes Mal entgegentreten und all meinen Mut sammeln zu müssen, um dein Geschrei auszublenden und trotzdem zu malen, zu schreiben, zu singen, zu tanzen und all die wundervollen Dinge zu tun.

Deshalb habe ich da mal was vorbereitet. Und das werde ich dir jetzt immer zeigen, wenn du wieder laut wirst oder – wie so oft – die Frage stellst:

Was glaubst du eigentlich, wer du bist?

Danke, Angst, dass es dich gibt. Du machst nur deine Arbeit. Die ist wichtig und die erkenne ich an. Aber ich bestimme, wo es langgeht. Danke!

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