Tag 1: Leporello vorbereiten

Hier und heute startet deine 5-Minuten-Challenge. Jeden Tag widmest du dich ab jetzt 5 Minuten lang dem kreativen Projekt, das du dir ausgesucht hast. Was ist es, was du machen willst?

Ich habe mir für die kommenden 14 Tage vorgenommen, ein Leporello mit Collage, Farbe und Doodles zu gestalten und dabei die denkbar einfachsten Materialien zu verwenden nach der Devise

Starte, wo du bist, benutze, was du hast!

Ich weiß, 5 Minuten an etwas arbeiten, das klingt verdammt wenig. Aber 5 Minuten sind 5 Minuten und damit mehr als nichts. Du wirst sehen, schon diese kurze Zeitspanne reicht aus, um deinen kreativen Muskel zu stärken und die Ideenmaschine in deinem Kopf schneller verfügbar zu haben – für alles, was du in Hobby und Beruf tust, aber auch in deinem Leben.

Impuls: Der Zauber des Anfangs

Anfänge sind was Wunderbares!

Wir wagen uns heraus aus dem, was wir schon kennen, verlassen den gewohnten Boden, begeben uns in unbekannte Gefilde. Alle unsere Sinne sind gespannt, wir sind wachsam und voller Vorfreude. Niemand muss uns extra motivieren, den neuen Weg zu probieren. Auch wenn der erste Schritt vielleicht Mut braucht, ist er erst einmal getan, läuft der Rest von allein.

Ein Tag fängt an mit goldenem Licht. Eine Reise startet mit einem Kribbeln im Bauch, ebenso eine neue Liebe. Der Frühling startet mit ersten grünen Spitzen und die Luft vibriert vom Singen der Lerchen. Die Spannung steigt, bevor ein Film oder ein Theaterstück beginnt – und auch dein kreatives Projekt ist erst einmal nur ein Gedanke, ein Vorhaben, und du hast keine Ahnung, wohin dich deine Impulse führen werden. Das musst du auch noch gar nicht wissen. Nur dies: du darfst ihnen voll und ganz vertrauen.

Zum Anfang unserer Challenge lade ich dich ein, mit mir das Leporello vorzubereiten. Du brauchst dafür

  • 1 Blatt DIN A3 (zur Hälfte längs geteilt)
  • eventuell ein Falzbein

Wie ich das Leporello in 5 Minuten vorbereite, zeige ich dir in dem Video oben auf der Seite.

Schreibimpuls: Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Nimm dir einen Zettel oder dein Notizbuch und einen Stift und schreib über diese zauberhaften Anfänge! Wiederum 5 Minuten, wenn du magst, und wieder mit deinem Küchenwecker oder dem parallel laufenden Song – wenn du gerade so schön im kreativen Tun bist.

(Überhaupt ist es eine gute Idee, deine Erlebnisse während dieser 5 Minuten schreibend festzuhalten. Was du empfindest, welche Gedanken du dabei hast, ob dich etwas frustriert oder du dich wohlfühlst.Ein Fakt am Rande

Etwas zum ersten Mal zu machen, ist ein Instrument, um der Zeit mehr Leben einzuhauchen, intensiver zu leben.

Tatsächlich konnte es gemessen werden, wie unser Gehirn Zeit wahrnimmt: Führen wir Aufgaben aus, in denen wir schon eine Routine entwickeln haben, vergeht die Zeit gefühlt sehr schnell.

Machen wir jedoch etwas zum ersten Mal, vergeht die Zeit für unsere Wahrnehmung langsamer. Wir nehmen viel mehr Details auf, was wir bei gewohnten Prozessen oft nicht mehr machen. (Daher kommen auch Flüchtigkeitsfehler, weil wir oft mit Störungen nicht rechnen und sie deshalb übersehen. Wir sind insgesamt unaufmerksamer.)

Viel Freude mit deiner Kreativität!

Genieße die Zeit mit dir selbst und mit deinem kreativen Projekt. Lass diese 5 Minuten des Tages etwas ganz Besonderes sein. Schätze dich und danke dir selbst dafür, ganz egal, wie dein Projekt verläuft oder was daraus am Ende wird. Es zählt nur eines: dass du anfängst!

Ich freu mich so, dass du dabei bist.

Deine Andrea vom Atelier am Rain