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Einen wundervollen Dienstag, [subscriber:firstname | default:Abonnent]!

Heute schreibe ich dir eine Mail, weil ich Lust dazu habe. Aus keinem anderen Grund. Oder doch? Natürlich, es gibt immer auch einen anderen Grund, und zwar den, dass ich dir gern etwas erzählen möchte von einer Begebenheit, die ich hatte, einem Erlebnis beim Malen. Ich behalte solche wundervollen Sachen ungern für mich, das kennst du ja inzwischen. Also viel Freude beim Lesen!

Wenn Kreise sich um Sterne schließen ...

... und die Dinge, die man am liebsten tut, sich wie von selbst ineinanderfügen, dann wird es einem mit voller Wucht bewusst, was für ein Wunder das Leben doch ist.

Schreiben und Malen, das sind meine beiden Liebsten. Das Schrei­ben war zuerst da, könntest du denken, wenn du verfolgst, was ich von mir zeige. In Wahrheit ist es an­ders. In Wahrheit bin ich von Kleinkind an eine Malerin. Eine Künstlerin, das wollte ich insgeheim immer sein. Und ich wette, zu der Zeit, als die erste Sternensache passiert ist, habe ich auch schon gemalt.

Doch zuerst habe ich es aufgeschrie­ben, was ich da erlebt habe, als kleines Kind, für ein Buch.
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Eines nachts fand ich mich draußen unter dem blanken Mond, ganz allein in der Kälte. Ich muss drei gewesen sein oder vier. So genau weiß ich das nicht mehr. Ich bin aufgewacht damals mitten in der Nacht, ob von Hautjucken oder Durst oder einen bösen Traum, auch das weiß ich nicht mehr. Nur, dass ich durchs Haus geirrt bin. Ein altes Bauernhaus war es, in den wir damals lebten. Ausgetretene, knarrende Holzstufen und zur Haustür hinunter welche aus Stein. Ich spüre sie noch jetzt unter den Füßen und die schwere Eisenklinke unter den Händen, als ich die Haustür öffnete und nach draußen trat in die Nacht. Im Haus hatte ich niemanden finden können. Oder vielleicht doch? Vielleicht hatte ich Eltern und Oma schlafend gefunden, bin aber zu neugierig gewesen auf das, was da draußen war? Auf die Welt bei Nacht? Wer weiß das schon. Den Mond habe ich gefunden, einen lächeln­den Mond und tausend Sterne ... und im Aufschreiben vor ein paar Jahren sah ich mich als Sterntalerkind, angetan mit einem weißen Leibchen, dessen Schöße ich mit beiden Händen aufhielt, um all die Sterne einzufangen, die vom Himmel purzelten, all den Reichtum der Welt.

Das Aufschreiben geschah 2015, so um den Dreh, als Kindheitserinnerung für das Buch „Fährtensucherinnen“, das unsere Schreibwerkstatt in der Dippelmühle 2016 veröffentlicht hat.

Fünf Jahre sind seitdem vergangen, und als die Lesungen auströpfelten, verschwand langsam auch wieder diese Kindheitserinnerung von meinem Radar.

Bis vor ein paar Tagen, als ich ein Kunsttutorial von Laly Mille begann: „True North Star“. Ich lauschte dem, was sie erzählte, ließ mich in die Meditation fallen, tauchte ein in den Prozess, in das, was wir am liebsten ist, in Collage und Farben und Texturen ... und auf einmal war es wieder da, das Sterntalerkind. Von Anfang des Malens an sah ich es da irgendwo auf einem der beiden Bilder stehen, die Schöße des Nachthemdchens in den Händen, den Blick in den Himmel gerichtet, hinauf zu den Sternen, um all den Reichtum dieser Welt zu empfangen.

Was für ein schöne Geschichte! Von den Grimms Märchen mochte ich das immer besonders.
Dieses Mädchen gibt alles an diejenigen, die noch ärmer dran sind als sie, bis sie sich schließlich nackt und bloß allein im Wald wiederfindet. Ihr letztes Hemd hatte sie ge­geben. Und da fielen auf ein­mal die Sterne vom Himmel. Lauter goldene Taler. Wie durch ein Wunder trug sie jetzt wieder ein Kleidchen aus feinstem Leinen, in das sie all diese Taler auffangen konnte. Und wenn sie nicht gestorben ist ...

Das nennt man wohl Karma. Und soll sagen, dass es niemals umsonst ist, anderen etwas abzugeben von dem, was man besitzt. Selbst wenn man nur wenig hat, es gibt immer jeman­den, der noch ärmer dran ist.

Wer gibt, der bekommt zurück. Doppelt und dreifach. Du kennst den Spruch bestimmt: „Wie es in den Wald schallt, so kommt es zurück.“ Bist du freundlich, sind die anderen freundlich. Schenkst du Liebe, erhältst du Liebe. Bist du großzügig mit deinem Geld, deinem Besitz, kommt das alles zu dir zurück. Früher oder später. So funktio­niert die Welt. Das ist Karma. Das wussten schon die Brüder Grimm.

Für mich selbst ist gerade die Zeit des Empfaengers gekommen. Ich erhalte so viel im Moment: vom Malen, dem Prozess, dem Austausch mit anderen Künstlerin­nen, den Lehrerinnen, vom Schreiben, dem Prozess, der Intuition, die ich dabei spüre, die mich leitet wie mein „True North Star“, wie ein inneres Navigationssystem und mich hinführt an den Ort, an dem ich Erfüllung spüre. Und Dankbarkeit. Und Liebe.

Weißt du was?
Dieser Ort in gar kein Platz im physischen Sinne. Dieser Ort, das bin ich. Dieser Ort befindet sich in mir. Da sind Frieden, Stille, Zufrieden­heit, wenn ich lese, was ich geschrieben habe, wenn ich be­trachte, was ich geschaffen habe. Und wenn ich erlebe, wie die beiden Komponenten meines Tuns ineinandergreifen, dann weiß ich: es ist ein Wunder.

„Alles auf der Welt besitzt du schon, flüstert der Mann in Mond mir zu, oder etwas ähnlich Schönes, denn er lächelt.“
(Aus: Fährtensucherinnen, S. 167)

Serendipity-Notiz: 1967 bin ich geboren.

Lies diesen Artikel mit noch mehr Bildern in meinem Blog!

Malkurse!

Trotz aller möglicher Unbilden draußen in der Welt: Das #AtelierAmRain wird bespielt von mir und von dir, wenn du Lust hast, mich zum Malen zu besuchen. Die Kurse finden alle statt. Noch sind ein paar im Angebot, Samstagskurse, Wochentagskurse abends. Welche, das schau dir gleich an mit einem Klick auf den Button:

Kein passender Termin?

Kein Problem! Schick mir einfach eine E-Mail an post@andrea-gunkler.de und wir vereinbaren einen Termin individuell. Denn ich kann mich gar nicht oft genug mit dir und den anderen Malbegeisterten treffen! Du kannst mir auch eine WhatsApp-Nachricht senden unter 0160-94836002 oder mich anrufen unter 06625-3444097.
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Zitat

Der Sinn des Lebens ist es, deine Gabe zu finden. Der Zweck des Lebens ist es, sie zu verschenken.
Pablo Picasso

Mach dir einen fabelhaften Dienstag!

Die Zeiten sind verflucht seltsam. Und ich kann dir versprechen, sie werden noch seltsamer. Umso wichtiger ist es, dass wir uns darauf besinnen, wozu wir hier sind auf der Welt: um uns um uns selbst und die uns Anvertrauten zu kümmern, ob das nun Menschen, Künste, ein Stück Acker oder eine Berufung ist.

Was auch immer das Deine ist, vernachlässige es niemals. Und wenn du das Gefühl hast, du hast noch nicht das gefunden, was dich so richtig erfüllt, dann nimm dir die Zeit, um danach Ausschau zu halten. Wobei hast du so richtig Spaß? Was könntest du von morgens bis abends tun, auch ohne Geld? Wo liegt deine Leidenschaft? Wobei geht dir das Herz auf? Was würde dein 85jähriges weises Ich dir raten, womit du deine Zeit verbringen sollst?
Beantworte dir selbst diese Fragen und lass dein Licht leuchten! Die Welt braucht es.
Warte nicht bis zur Rente oder bis dies oder jenes eintrifft. Tu es jetzt! Vielleicht wird es ja gut!

Deine Andrea
Andrea Gunkler
Bücher - Bilder - Begeisterung
#AtelierAmRain
Am Rain 25
36272 Niederaula-Hattenbach
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Tel.: 06625-3444097
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