48C8E836-039F-4095-AC13-A2DAFC75CB5F

Guten Morgen, mein*e liebe*r, [subscriber:firstname | default:Abonnent]!


Ist das nicht ein großartiger Tag? Draußen nebelt‘s und es ist grau - und ausgerechnet in dieses miese Wetter hinein kommt meine Mail?
Ja, genau, ausgerechnet an einem Tag wie diesem möchte ich meine große große Freude mit dir teilen.
Denn ...
*Trommelwirbel
“Schön & schaurig - Dunkle Geschichten aus Nordhessen“ ist endlich erschienen!! Ich konnte es ja kaum abwarten, die Bücher endlich in der Hand zu halten. Auch beim 5. Buch ist das noch ein ganz besonders Gefühl.
Die Verzögerungen beim Druck sind nun überstanden, seit Donnerstag ist „Schön & schaurig“ in jeder Buchhandlung zu haben, seit Freitag habe ich die druckfrischen Exemplare auf dem Tisch.

Ähm ... ich hatte. Denn das Interesse an dem Buch war schon so riesig, dass all meine Belegexemplare schon mit Signierwünschen in alle Welt hinausgingen. (Gut, das ist jetzt übertrieben, es handelt sich lediglich um Deutschland und die Schweiz, aber immerhin!)

Ich will dich gar nicht lang auf die Folter spannen, nur noch einmal
Yay!
sagen und mich bei dir bedanken, denn wie immer belohnt das Leben die Geduldigen und beschenkt sie besonders schön, wenn sie Wartezeit mit Sinnvollem verbringen.

Hoch die Tassen auf die „Dunklen Geschichten“!
Prost Neuerscheinung!! sagt
Eure Andrea Gunkler

+++ Neuerscheinung +++

Schön & schaurig - Dunkle Geschichten aus Nordhessen


Klappentext
"Wissen Sie, welches die größte Stadt in Nordhessen ist? Ein Hinweis: es ist nicht Kassel! Dieses und weitere Geheimnisse lüften die Geschichten, die Andrea Gunkler über Nordhessen erzählt, Schauriges und Schönes von Schauplätzen, die niemals das Sonnenlicht sehen. Lassen Sie sich in die Nächte entführen, wenn Laser den Herkules anstrahlen oder Flutlichter die Skipisten bei Willingen. Kommen Sie mit zur Nachtschicht ins VW-Werk oder ans Lagerfeuer, wo dunkle Seelen grillen. Erfahren Sie, was das Wasser des Edersees verbirgt, wie der größte deutsche Höhlenforscherclub entstand und was ein Steinbruch bei Oberaula mit der RAF zu tun hat. Und begleiten Sie die Autorin unter Tage zu echtem und zu weißem Gold. Möglicherweise findet sich hier auch die Antwort auf die Frage nach der größten Stadt Nordhessens?"

Andrea Gunkler
Schön & schaurig - Dunkle Geschichten aus Nordhessen
Wartberg-Verlag, 19. September 2019
Hardcover, ISBN 978-3-831332-36-6
80 S., 12,00 €
224CFFC4-1305-4710-B055-64C0D9F72762
Du möchtest gern ein Buch mit Unterschrift haben?
Kein Problem! Ich signiere es dir gern. Hinterlass mir einfach eine E-Mail mit deinem Widmungswunsch und ich schicke dir das Buch zum gebundenen Ladenpreis zu. Nur die Versandkosten müsstest du übernehmen, das wäre lieb :)

Zitat

"Zu wissen, dass hinter den grauen Wolken die Sonne scheint, das ist LEBEN."
(Gehört in einer Folge von „Lewis“)

Danke für deine Aufmerksamkeit!

Ich freue mich, dass ich dir wieder mal schreiben durfte, dass du liest, was ich zu erzählen habe - und nicht nur diesen Newsletter, sondern auch mein neues Buch! Sogar mein Mann, der sonst nie ein Buch in die Hand nimmt außer seinen geliebten Comics, meint, es sei „total interessant“ und „super gut zu lesen“.

Na, ist das eine Empfehlung?

Gib mir gern Rückmeldung, wie dir mein Newsletter gefallen hat. Und lass mich gern auch wissen, wie du das neue Buch findest. Am liebsten wäre es mir noch, du schriebst eine Rezension auf amazon oder einer anderen Buchhandelsplattform.

—— (Achtung, jetzt kommt etwas Nachdenkliches und bestimmt Schwerverdauliches! Entschuldige, ich muss das loswerden, damit du nicht denkst, das geht spurlos an mir vorbei, und wenn du meine Gedanken zur Klimakatastrophe nicht lesen möchtest, dann scroll einfach zum Ende der Mail. Danke.) ——

Wichtig ist das, was ich tue, natürlich gar kein bisschen. Wichtig sind im Moment ganz andere Sachen. Im Mai veröffentlichten die australischen Wissenschaftler David Spratt und Ian Dunlop ein Szenario unter dem Titel „Existential climate-related security risk: a scenario approach“ (englischsprachig). Darin beschreiben sie, wie die (sich stetig beschleunigenden) Folgen der Klimaveränderungen für die Menschheit sein werden und in welchem Zeitrahmen sie eintreffen. Worst case: Im Jahr 2050 (könnte sein, dass ich das noch erlebe) werden sich 1/3 mehr Menschen (knapp 10 Milliarden dann) auf nur noch 2/3 bewohnbarer Planetenoberfläche zusammendrängen, weil der Meeresspiegel angestiegen ist und kontinentale Flächen so heiß sind, dass sie für Mensch und Tier lebensfeindlich sind. Auf dieser kleiner gewordenen Fläche müssen dann auch noch Nahrungsmittel erzeugt werden.
Wie soll das gehen, wo wir doch jetzt schon systematisch und nachhaltig unsere Böden durch rücksichtslose Landwirtschaft zerstören?
Wie können wir uns anders verhalten, um dieses unglaubliche Szenario nicht Wirklichkeit werden zu lassen?
Was kann jeder von uns jetzt tun?

Mich macht es unglaublich wütend, dass in Brasilien der halbe Regenwald abfackelt - um Ackerfläche zu schaffen für Futter für Vieh in Massentierhaltung, das dann zum Spottpreis auf unseren Tellern landet. Nullemissionsindustrie (inkl. Nahrungsmittelindustrie) wünschen sich die beiden Wissenschaftler in ganz ganz naher Zukunft. Und wir in Deutschland, Weltmeister in Sachen Braunkohleverfeuerung, wollen uns 10 Jahre Zeit nehmen, bis die Braunkohlenkraftwerke abgeschaltet werden?
Mich macht es auch unglaublich traurig, weil ich mir machtlos und hilflos vorkomme. Was nützt es schon, wenn ich nur noch die Hälfte des Fleisches auf den Tisch bringe, das wir sonst essen? Wie viel trägt es bei, wenn ich Müll aus der Landschaft sammle und ihn selbst, wo es geht, vermeide? Ist der Menschheit wirklich gedient, wenn ich meinen Garten auf Permakultur umstelle? Und doch: ich tue es, weil ich mir denke, mach kleine Schritte. Etwas anderes kann ich nicht tun als diese kleinen Schritte - um wenigstens ETWAS zu tun.

All das beschäftigt mich. Angesichts solcher existenzieller Fragen, wie kann ich da Wert auf die Vermarktung meines Buches legen? Welches Gewicht hat das? Ist das nicht sinnlos? Ist das nicht wieder Konsum, der unsinnig, weil unnötig ist? Den zu finanzieren die allermeisten sich gezwungen sehen, unsinnige Jobs zu machen, um dort Konsumgüter zu produzieren, die niemand wirklich braucht, die aber dank milliardenschwerer Werbemaschinerie gekauft werden von Menschen, die sich krummlegen in Bullshit-Jobs, um sich diesen Konsum leisten zu können? Und ist es nicht vollkommen nutzlos verbrannte fossile Energie, wenn ich mit dem Auto nach Frankenberg, Borken, Kassel oder sonstwohin fahre, um aus diesem Buch zu lesen?
Welchen Sinn hat es, diese Arbeit noch zu machen? Überhaupt irgendeine Arbeit noch zu machen? Wenn die Menschheit eh den Bach runtergeht? (Um die Erde mache ich mir keine Sorgen. Die hat kann sehr gut oder wahrscheinlich sogar besser ohne uns.)
Mein Galgenhumor mischt sich gerade ein und meint, all das Schadholz, das gerade in unseren ehemaligen Fichtenmonokulturen bei uns vor der Haustür herumliegt, kann ja zu Zellstoff/Papier und neuen Büchern verarbeitet werden. (Aber vermutlich wisst ihr alle, dass mir diese Geschmacklosigkeit direkt im Hals stecken bleibt.)

Ein „Weiter so“ kann und darf es nicht geben. Wir alle - auch du -, wir sind aufgerufen, jeder kleine Schritte zu tun, um den nachfolgenden Generationen eine Chance zu verschaffen. „There ist no planet B“, liest man auf den Plakaten der „Fridays for Future“-Bewegung. Es gibt keinen Planeten B! Was jetzt gefragt ist: Kooperation, Verständnis, Liebe - vor allem mit und zur Natur und allem, was darin ist. Denn wir sind ein Teil von ihr. Wir können nur mit ihr zusammen leben. Wir sind verbunden. Wir sind eins. Das haben wir viel zu lang vergessen. Erinnern wir uns daran und überlegen vor einer Anschaffung, ob es den dritten Fernseher wirklich braucht, ob eine Strecke nicht mal zu Fuß oder mit dem Rad zu bewältigen ist, ob die Fische in den Korallenriffen um die Malediven nicht auch ohne uns auskommen. Darum bitte ich dich: ums Nachdenken und ggf. Handeln bzw. Lassen. Um nicht mehr - aber auch nicht um weniger!

—— (Und jetzt Schluss mit Schwerverdaulichem! Blicken wir mit einer positiven Haltung nach vorn, dass am Ende schon irgendwie alles gut geht!) ——

Trotz allem. Die Arbeit an dem Buch ist gemacht und selbstverständlich interessiert es mich, ob ich sie in deinen Augen gut gemacht habe. Deshalb schon jetzt danke für dein Feedback.

Und danke für deine Aufmerksamkeit - zum zweiten Mal.
Wir sehen und lesen uns.

Herzlich
Deine Andrea

hs_andrea5 - Kopie