Gunklerische Neuigkeiten 9

Einen wunderschönen guten Tag, liebe/r, [subscriber:firstname | default:Abonnent]!

Long time, no read!
Wir haben lang nichts mehr voneinander gehört, das heißt ich habe lang nichts von mir hören lassen. Umso mehr freue ich mich, dir heute eine blitzneue Neuerscheinung vorstellen zu dürfen.
Denn während du in den Ferien warst, den Sommer genossen und auf meinen nächsten Newsletter gewartet hast, habe ich an diesem Buch gearbeitet - bzw. der Verlag hat das getan, ich habe nur noch ein bisschen zu korrigieren gehabt und stattdessen gemalt. Ja, hauptsächlich habe ich wohl gemalt - und nebenher das Atelier eingerichtet.

Aber das ist eine andere Geschichte.
Ich will ich dich nicht länger auf die Folter spannen!
Du hast schon lang genug gewartet!

Viel Vergnügen wünscht
Deine Andrea

PS: Wenn du Katzen magst und regelmäßig etwas von mir lesen möchtest, dann lege ich dir OUR CATS ans Herz. Die Zeitschrift gibt es überall da, wo es Zeitschriften gibt, und darin meine Rubrik "Frag deine Katze". Das letzte Heft ist am 20. August 2019 erschienen und darin beantwortet Nelli Fragen zum Thema Perfektion!

+++ Bücher +++

Ein neues, um genau zu sein!

Schön & schaurig - Dunkle Geschichten aus Nordhessen


Klappentext
"Wissen Sie, welches die größte Stadt in Nordhessen ist? Ein Hinweis: es ist nicht Kassel! Dieses und weitere Geheimnisse lüften die Geschichten, die Andrea Gunkler über Nordhessen erzählt, Schauriges und Schönes von Schauplätzen, die niemals das Sonnenlicht sehen. Lassen Sie sich in die Nächte entführen, wenn Laser den Herkules anstrahlen oder Flutlichter die Skipisten bei Willingen. Kommen Sie mit zur Nachtschicht ins VW-Werk oder ans Lagerfeuer, wo dunkle Seelen grillen. Erfahren Sie, was das Wasser des Edersees verbirgt, wie der größte deutsche Höhlenforscherclub entstand und was ein Steinbruch bei Oberaula mit der RAF zu tun hat. Und begleiten Sie die Autorin unter Tage zu echtem und zu weißem Gold. Möglicherweise findet sich hier auch die Antwort auf die Frage nach der größten Stadt Nordhessens?"

Klingt spannend? Ist es auch! War es für mich während der gesamten Recherche und wird es für mich, weil ich schon so mega gespannt darauf bin, wie du das Buch findest!
Deshalb habe ich dir gleich hier unter dem Bild des Buchcovers einen Link angefügt, wo du das Buch am besten online kaufen kannst (mit ein paar Prozentchen Tantiemen zusätzlich).

Andrea Gunkler
Schön & schaurig - Dunkle Geschichten aus Nordhessen
Wartberg-Verlag, 1. September 2019
Hardcover, ISBN 978-3-831332-36-6
80 S., 12,00 €
schaurig-cover
Du möchtest gern ein Buch mit Unterschrift haben?
Kein Problem! Ich signiere es dir gern. Hinterlass mir einfach eine E-Mail mit deinem Widmungswunsch und ich schicke dir das Buch zum gebundenen Ladenpreis zu. Nur die Versandkosten müsstest du übernehmen, das wäre lieb :)

+++ Extraextra +++

Licht ins Rathaus tragen - Geschichten aus Schwarzenborn

(Eine Geschichte, die es nicht ins Buch schaffte)

Es ist Nacht. Das Licht des Mondes gleitet sanft über Grasflächen auf den Hügeln, die Ränder des Waldes erscheinen wie Scherenschnitte gegen den besternten Himmel - was für eine Idylle.
Da zerreißt ein Krachen die Stille, ohrenbetäubend laut. Im nächsten Moment bricht ein Panzer aus dem Unterholz.
Blackborn struggle.
Es ist Manöverzeit auf dem Standortübungsgelände nahe Schwarzenborn. Zusammen mit dem Princess of Wales’s Royal Regiment übt das 1. Jägerbataillon, das hier stationiert ist, die nächtliche Kommunikation und Koordination im NATO-Verteidigungsfall.
Blackborn: eine fast wörtliche Übersetzung des deutschen Ortsnamens ins Englische, denn eigentlich müsste es "black fountain” oder “black well" heißen, da "Born” einen Brunnen bezeichnet, seit altersher. Doch irgendwie hat sich “Blackborn" eingebürgert, bei den Soldaten, die bis zur Abschaffung der Wehrpflicht hier noch ihre Grundausbildung genossen, auch "Blackborn City" genannt - eine Bezeichnung, die unter Einheimischen ungern gehört wird. Denn lauscht man, was mit dem Namen verbunden ist, hört man wenig Gutes: kalt, nass plötzliche Wetterkapriolen, vor allem nichts los.
Ein Ort für Füchse und Hasen zum Gute-Nacht-Sagen.
Jugendliche in der Bundeswehr-Grundausbildung besitzen vermutlich noch nicht die nötige Reife, um die Ruhe vor Ort schätzen zu können. Ihr Wunsch nach Zerstreuung, Remmidemmi und Party wird hier vermutlich nur unzureichend erfüllt.
Mag sein, dass Schwarzenborn, eingebettet in die Hügel des Knülls, ein Mikroklima besitzt, das die Tempera­turen weniger hoch ansteigen lässt als an anderen Orten. Doch muss man die Region deshalb gleich Hessisch-Sibirien nennen?
Klima hin oder her: die Knüll-Kaserne, hervorgegangen aus einem Trainings­lager der Wehrmacht in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts, liegt in einem äußerst idyllischen Fleckchen Nordhessens, schmiegt sich an der einen Seite an die Flanke des Eisenbergs und breitet sich aus in eine ländliche Landschaft, wie man sie sich schöner kaum vorstellen kann - denkt man sich die Schlagbäume, Zäune und Verbotsschilder weg, vor denen ein unbedarfter Wanderer ab und zu zum Umkehren gezwungen sein könnte.
Was für eine dunkle Geschichte soll das sein, mögen Sie jetzt denken? Und recht haben Sie: dunkel oder düster ist die Erwähnung eines Bundeswehrstandorts kaum, eher ziemlich hell und positiv, denn die Knüll-Kaserne sichert dem Städtchen 100 zivile Arbeitsplätze und verdoppelt beinahe die eigene Bevölkerungszahl. Doch weil Hessens kleinste Stadt das Dunkle schon im Namen trägt, eben "Schwarzen"-Born, darf der Ort in einem Buch wie diesem nicht fehlen.
Und aus noch einen Grund: die Schwarzenbörner sind mit ihren “Streichen” als die Schildbürger Nordhessens bekannt. Das wussten Sie schon, oder?
Trotzdem will ich Ihnen diese eine Geschichte kurz erzählen - und die hat tatsächlich mit Dunkelheit zu tun.
Eines Tages, es ist viele, viele Jahre her, da machten sich die Schwarzenbörner daran, ein neues Rathaus zu bauen. Sie schufteten und rackerten, alle packten mit an, fügten Balken, deckten Ziegeln, strichen das Fachwerk schön weiß. Stolz waren sie auf ihr Werk. Als nun Bürgermeister und Stadtrat einziehen sollten, ernteten die Schwarzenbörner verwunderte Blicke.
"Ihr habt da ein tolles Haus gebaut”, sagte der Bürgermeister. “Aber wo sind die Fenster? In dieser Dunkelheit sieht man ja die eigene Nase nicht."
Schwer getroffen von der Kritik zogen sich die Schwarzenbörner ins benachbarte Wirtshaus zurück. Auf den Schreck brauchten alle ein Bier. Oder zwei, Oder drei.
Beim fünften schließlich kam einem von ihnen ein Gedanke: “Ich trag meinen Kühen das Wasser und das Futter in den Stall. So können wir dem Bürgermeister doch auch das Licht ins Rathaus tragen, mit Eimern und Säcken."
Gesagt, getan. Mit Eimern und Säcken und allem, das sich befüllen ließ, machten sich die Schwarzenbörner gleich am nächsten Morgen auf, das Licht einzufangen und ins Rathaus zu tragen.
Da scheint es seither, das Licht, und der guten Luft wegen hat irgendein späterer Bürgermeister dann doch noch Fenster einbauen lassen (was ich als Autorin dieser Geschichte jedoch nur vermuten kann, niemand in Schwarzenborn weiß das so ganz genau. Und ich habe gefragt, das dürfen Sie mir glauben!)
Noch heute kann der Besucher die Säcke und Eimer bewundern, die die Schwarzenbörner Bürger einst verwendet haben, um das Licht zu transportieren. Die Künstlerin Kristin Lohmann aus Frankfurt hat ihnen mit der Motorsäge ein Denkmal geschaffen in Form einer Skulptur aus Holz. Sie trägt den Titel "Licht ins Rathaus tragen".

Mein ganz herzlicher Dank gilt dem Bürgermeisterehepaar Karin und Jürgen Liebermann für die freundliche Führung durch die Rats-Häuser und den tollen Nachmittag!
schwabo

Bilder

Kreasphäre im Atelier Am Rain

Jippie!!!
Mit Stolz (hauptsächlich auf meinen lieben Mann, der die Bauarbeiten leistete) und einer gehörigen Portion Vorfreude darf ich verkünden:

Am 16. September 2019 eröffnet die Kreasphäre im Atelier Am Rain!

Mein eigenes Atelier! Mein eigener Arbeitsbereich! Mein eigener Kursraum!
Wie klasse!
Freust du dich ein bisschen mit mir?
Dann schau doch einfach mal vorbei und riskiere einen Blick, ich freue mich auf Besuch! Vielleicht möchtest du dein "Schön & schaurig"-Exemplar signieren lassen? Oder ein anderes meiner Bücher? Vielleicht hast du aber auch Lust, mit mir zu malen oder dich über deine, meine oder Kreativität im Allgemeinen mit mir auszutauschen? Auf jeden Fall habe ich im Winter ein Heißgetränk für dich und jederzeit einen freien Stuhl!

Sei mir herzlich willkommen! An den meisten Tagen der Woche ist die Kreasphäre im Atelier Am Rain für Besuch geöffnet. Auf meiner Webseite kannst du dich darüber auf dem Laufenden halten oder ruf einfach an: 06625 - 3444 097. Es wäre total schön, dich bald bei mir zu begrüßen!

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Zitat

"Schreiben ist einfach. Man muss nur die falschen Wörter weglassen." Mark Twain

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit!

Du hast lang warten müssen auf meine Mail, du hast bis hierher gelesen, dafür danke ich dir! Gib mir gern eine Rückmeldung, ob und wie dir meine Mail gefallen hat, damit weiß, was du magst und was ich vielleicht noch besser machen kann.

Jetzt wünsche ich mir vor allem, dass du ab 1. September losgehst und mein neues Buch kaufst. Weihnachten ist zwar noch eine Weile hin, aber jedem jetzt schon gekauften Geschenk brauchst du an Heiligabend nicht hinterherlaufen ;) Und lass mich natürlich auch gern wissen, wie du mein Buch fandest, am besten in einer Rezension auf den großen Buchhandelsplattformen. Das wäre fantastisch!

Wie immer verabschiede ich mich mit diesen Worten:
Danke, dass es dich gibt.
Danke, dass wir miteinander verbunden sind.
Danke, Universum, dass es so gut mit uns allen meint.

Das ist kein Quark, das meine ich vollkommen ernst.
Und jetzt bereite ich mich weiter auf den Urlaub vor. Nächste Woche fahren wir an die Ostsee, den Sommer ausklingen lassen.

Bis dann! Meine nächste Mail gibt es bestimmt im Herbst!
Deine Andrea
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